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Archive for Januar 2010

Indischer Grand Cru Café von Supremo Kaffeerösterei

Dieser reinsortige indische Grand Cru Café von der Supremo Kaffeerösterei in Unterhaching bei München stammt wohl aus bester Lage. Sein Name: YEL NOOR KAHN. Seine Herkunft: Von den Hängen des BABA BUDAN GIRI. Eine Bergkette (ca. 1.895 m) im Chikkamagaluru-Distrikt in Karnataka im südlichen Teil von Indien.
Baba Budan war der Legende nach ein indischer Sufi (Meister), dessen wirklicher Name Hazrat Shah Jamer Allah Mazarabi (Allen) lautete. Anfang des 17. Jahrhunderts brachte Baba Budan angeblich von einer Pilgerfahrt nach Mekka sieben Kaffeepflanzen (Bohnen) mit. Über die Hafenstadt Mokka im Jemen kehrte er nach Süd-Indien zurück, um in den dortigen steilen, immergrünen Bergketten Kaffee anzubauen. Dadurch soll das arabische Kaffeehandels-Monopol gebrochen worden sein. Baba Budan wird dort sowohl von Muslimen und Hindus in einem Schrein verehrt.

Ca. 20 g indische Kaffeebohnen gewogen

Zurück zum Supremo Röstkaffee:
YEL NOOR KAHN wird von Supremo als « voller Indien-Geschmack » charakterisiert. Leicht karamelig, vollmundig · rund · Hauch von Gewürzen. Diesen handgerösteten Grand Cru Café bekommt man für 6,40 Euro/250 g im Supremo Online-Shop.

Zur Verkostung:
Wir mahlen ca. 20 g des mittel gerösteten Kaffees bei einem mittleren Mahlgrad. Befüllen die Cafétiere (0,35 l Volumen) mit dem frischen Mahlgut und gießen gefiltertes nicht mehr kochendes Wasser über den Kaffee. Rühren das frisch aufgebrühte Getränk um, damit sich die freisetzenden Öle, Fette, Zucker und Säuren mit dem Wasser gut verbinden.

Grand Cru Café: Frisch aufgebrüht, noch nicht gerührt.

Erst dann setzen wir den Deckel mit Stempel auf die Kanne und lassen das Gebräu ca. 3,5 Minuten ziehen. So hat das Getränk genügend Zeit seinen aromatischen Geschmack zu bilden. Dann erst drücken wir den Stempel langsam nach unten. So dass sich kaum Kaffeesatz im Getränk selbst befindet. Und genießen den Kaffee pur: schwarz! Ohne Milch. Ohne Zucker.

Unser Genuss-Erlebnis:

YEL NOOR KAHN eingeschenkt und verkostet

Die Kaffeebohnen riechen erdig, rindig, holzig. Ein eigentümliches Gewürz steigt uns dazu in die Nasen. Trüffel-Pilze? Nach dem Mahlen steigen uns angenehme Zartbitter-Schokoladennoten entgegen. Nach 3,5 Minuten Brühzeit sehen wir eine schöne dunkle Farbe. Es riecht nach süßem, frisch gehobeltem Holz. Jetzt sind wir gespannt auf den Geschmack: Schärfe spüren wir zuerst auf der Zunge. Eine leicht bittere Note. Gewürze, Vollmundigkeit, starke Säure. Anders als andere Kaffees. Exotisch. Indisch. Interessant.

Auf unserer Genuss-Skala von 1 bis 10 bekommt der Grand Crue Café YEL NOOR KAHN von Supremo Kaffeerösterei eine 2. Kaum vergleichbar. Macht Lust auf ein zweites Kännchen, wenn man einen vollmundigen, exotischen Kaffee gerne mag.

© 2010 by Axel R. Bollmann

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Spezielle Kaffeemaschine für Kaffee-Kapseln (Foto: Nespresso)

Jährlich werden Milliarden an Kapselkaffees abgesetzt. Gemahlener Röst-Kaffee wird dabei in Aluminiumkapseln portioniert und in speziellen Kaffeemaschinen zubereitet. Die komfortable Zubereitung mit Kapseln (und Pads!) beschert allen Beteiligten (Hersteller und Handel) seit einigen Jahren zweistellige Zuwachsraten.

Der Einzelportionsmarkt (aktuellere Zahlen liegen leider nicht vor):
Allein Nespresso (Nestlé) verkaufte im Jahr 2006 etwa 3 Milliarden Kaffeekapseln in 38 Ländern. Damit ist das Unternehmen der drittgrößte Kapselverkäufer (11 %). Marktführer in diesem Segment ist Sara Lee mit Pads (40%), gefolgt von Lavazza (12%). Auch kleinere Kaffeekapsel-Wettbewerber, wie Kraftfoods mit Tassimo oder Tchibo mit seinem Kapselsystem Cafissimo sehen sich auf der Erfolgsspur (Zahlen lt. Studie von Evalueserve/2005).

Der Zufall… oder ein Besuch beim Arzt:

Bioresonanzgerät nach MORA mit Kapselkaffee

Durch befreundete praktische Ärzte für Homöopathie bin ich darauf aufmerksam gemacht worden, dass es in den so genannten Kapselkaffees vermehrt zu Aluminum-Belastungen bei ihren Patienten gekommen sei.

Symptome, wie zum Beispiel Müdigkeit, Hauterkrankungen, hormonelle und nervliche Veränderungen führten auf Grund von Messungen durch die so genannte Bioresonanzanalyse* (nach Mora) der Ärzte zu dem Ergebnis, dass sie entsprechend hohe Aluminium-Belastungen haben sollen.
Nach Analyse der Ursachen wurde vermehrt festgestellt, dass bei den Vieltrinkern von Kapselkaffee nach dem »Ausleiten« der angeblichen Gifte und dem Weglassen dieses Kaffeegenusses diese Belastungen reduziert sein sollen.

Die These der Ärzte: Hervorgerufen durch den Hochdruck bei der Zubereitung in der speziellen Kaffeemaschine – Durchstoßen und mechanischer Abrieb, der zum Loch in der Kapsel führt, werden Kleinstteile dieser Leichtmetalle – mit allerdings toxischen Eigenschaften – in Verbindung mit dem heißen Wasser vermutlich ausgeschwemmt.
So soll das Aluminium die Toxizität von Quecksilber VERSTÄRKEN, welches z.B. durch Amalgam weitverbreitet ist und durch Mangel an Spurenelementen im Körper gespeichert und nicht ausgeleitet werden können. Das soll bei sehr häufigem Konsum zu Ablagerungen im Körper führen. Und damit zu verstärkten Belastungen.
Neueste amerikanische Studien sollen bewiesen haben, dass durch Aluminiumablagerungen Alzheimer entstehen kann, zumindest soll die Wahrscheinlichkeit höher sein, Alzheimer zu bekommen. Natürlich hängt das von der Veranlagung bzw. der Genetik ab, die von Mensch zu Mensch unterschiedlich ist.

Kann die These stimmen?
Die Bioresonanztherapie ist umstritten. Aber beim Verifizieren dieser Ärztethese traf ich zu meiner Überraschung auf keine konkreten medizinischen oder wissenschaftlichen Untersuchungen zu dieser Thematik im Internet?! Nahezu gar nichts.
Auch Univ.-Prof. Dr. Dr. h.c. Michael Spiteller vom renommierten Institut für Umweltforschung an der Technischen Universität Dortmund konnte mir auf Anfrage nur sagen, dass er mit der Thematik an sich nicht vertraut ist, aber „es wäre durchaus möglich, dass geringfügig etwas erhöhte Aluminium-Belastungen auftreten können„.

Für eine zweite Meinung bat ich einen weiteren Arzt um eine Stellungnahme: Dr. Gerhard Rummel von der Medizinische Gesellschaft für Bioresonanz in Rheinstetten wurde dann doch konkreter.
Zitat: „Diese Schwermetallbelastungen sind ein langfristiges Problem, da diese toxischen Substanzen bei einem Prozentsatz von Patienten nicht oder verlangsamt ausgeschieden wird. Vom Amalgam ist es bekannt. Deshalb stellen diese Kapseln bei allergie-belasteten Patienten ein Risiko dar und Aluminium kann zusammen mit Infektionen den Boden für Parkinson und Alzheimer bereiten. Es sind damit multifaktorielle Zusammenhänge, die nicht einfach durch Studien zu beweisen sind. Das Problem betrifft alle „Umweltgifte“ in gleicher Art, was zu immer geringeren Belastungsgrenzen durch den Gesetzgeber führt. Gesunde haben kaum Probleme, Kranke sicher.

Was sagt eigentlich die kapselproduzierende Industrie dazu?
Lavazza, einer der größten Kaffeekapsel-Produzenten weltweit, verwies mich an die zuständige PR-Agentur, die mir mitteilte, dass sie in Deutschland keine Untersuchungen dazu vorliegen haben. Eine Stellungnahme aus Italien war nicht zu bekommen. Das war schon mal enttäuschend – auf diese Thematik war man scheinbar nicht vorbereitet.

Ein Sprecher von Tchibo teilte mit, dass die oben erwähnten Auswirkungen in der geschilderten Form nicht nachvollzogen werden können –  insbesondere die Erhöhung der Wahrscheinlichkeit, an Alzheimer zu erkranken.
Eine Studie des Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) die u. a. die Thematik „Aluminium aus Bedarfsgegenständen“ thematisiert, stütze diese Einschätzung, so Tchibo.
Zitat: „Ein Zusammenhang zwischen einer erhöhten Aluminium-Aufnahme aus Lebensmitteln inklusive Trinkwasser, Medikamenten oder kosmetischen Mitteln und einer Alzheimer Erkrankung wurde bisher wissenschaftlich nicht belegt. Weder bei Dialyse-Patienten, noch bei Aluminium-Arbeitern – beides Personengruppen, die in großem Umfang mit Aluminium in Kontakt kommen – wurden die für Alzheimer typischen Amyloid-Ablagerungen im Gehirn überdurchschnittlich oft beobachtet. Das BfR sieht deshalb keine Gesundheitsgefahr für Verbraucher durch eine Aluminiumaufnahme aus Lebensmittelbedarfsgegenständen und kosmetischen Mitteln.“ Übrigens eine Studie aus dem Jahr 2005, aktualisiert in 2007.

Ergänzend wurde seitens Tschibo angemerkt, dass die Aluminiumfläche der Tschibo-Kapseln nur kurzfristig und in geringer Fläche in Kontakt mit Kaffee bzw. Brühwasser kommt. Erst beim Einlegen der Kapsel und dem anschließenden Verriegeln des Kapselhalters durchstößt ein Dorn die Aluminiumschicht, die durch eine Folierung vom Kaffee getrennt ist. Sonst kommt der Kaffee nur mit Kunststoff in Kontakt. Eine erhöhte Löslichkeit von Aluminium unter dem Einfluss von Säuren und Salzen wie vom BfR beschrieben, ist ebenfalls bei Kaffee nicht gegeben.

Nespresso (Nestlé) bzw. deren PR-Agentur benötigte bedingt durch diverse Outlookprobleme mehr als 5 Wochen für eine Stellungnahme, aber konnte mit konkreten Zahlen aufwarten. Also hatte man die Zeit genutzt und sich vermutlich schlau gemacht.
Zum Beispiel: Wie andere Pflanzen nimmt auch der Kaffeebaum durch die Erde eine kleine Menge Aluminium auf, die zu einem natürlichen Gehalt von 0,73-52mg/kg Aluminium in Kaffeebohnen führt. Dies entspricht einem Gehalt von bis zu 0,042 mg in einer Nespresso Kapsel und 0,002 – 0,005 mg in einer zubereiteten Tasse Nespresso Kaffee. Ergo: „Bei einer geschätzten Aluminiumaufnahme durch Speisen und Getränke von 8 mg am Tag liefert eine Tasse Nespresso Kaffee ca. 0,06%“. Klingt wenig: aber bei 4 Tassen am Tag, bei einem täglichen Konsum auf das Jahr gerechnet, bezogen auf zum Beispiel die letzten 5 Jahre, macht das ca. 35 mg!

Weiter wurde mitgeteilt, dass die Nespresso-Kapsel sowie die Membran mit einer lebensmittelunbedenklichen Beschichtung versehen sind. Kleine Partikel des Aluminiums, die sich unter der Verwendung von Wasser unter hohem Druck in seltenen Fällen lösen könnten, können aufgrund der Beschichtung nicht in den gerösteten und gemahlenen Kaffee gelangen.

Hinsichtlich eines potentiellen Gesundheitsrisikos von Aluminium gibt es laut Nestlé Annahmen, denen zufolge Aluminium bei exzessivem Konsum zu einem Risikofaktor für Knochen- und Hirnschäden wie z.B. die Alzheimer-Krankheit werden kann. Experten der WHO (World Health Organisation) haben jedoch erforscht und bestätigt, dass es keinerlei Anlass für die Annahme einer primären Verbindung zwischen Alzheimer und Aluminium gibt.
Schlussbemerkung seitens der PR-Agentur von Nestlé: Nespresso ist selbstverständlich stets auf dem neuesten Kenntnisstand der Studien und Forschungen und führt regelmäßige, vorbeugende Messungen des Aluminumgehaltes im Nespresso Kaffee durch. Diese Messungen unterstützen die Aussage, dass der Gehalt sehr gering ist und zu keiner signifikanten Steigerung der täglichen Aluminiumaufnahme durch Speisen und Getränke führt.

Eine Sprecherin von Kraftfoods (Tassimo) verwies auf die Ausgabe der „test“ Zeitschrift der Stiftung Warentest. Danach hatten beide Tassimo Geräte bei „Schadstoffen“ von allen Kaffeemaschinen im Test die besten Ergebnisse. Zitat: „Hier geht die Stiftung Warentest zwar nicht direkt auf Aluminium ein, aber diese Tests sind durch die unabhängigen Labore der Stiftung Warentest sehr gründlich. Wenn Aluminium im Getränk vorhanden gewesen wäre, hätte die Stiftung Warentest die Öffentlichkeit mit Sicherheit darauf aufmerksam gemacht.“

Eine Sprecherin der Stiftung Warentest sagte dazu:
Zitat: „Es gibt verschiedene Thesen, inwiefern akkumulierte Stoffe im menschlichen Körper bestimmten Konsumgewohnheiten zuzuordnen sind. Nicht alle sind durch wissenschaftliche Studien belegt.
Da die Stiftung Warentest keine solche Grundlagenforschung durchführt, arbeiten sie mit dem Umweltbundesamt (UBA) und dem Bundesamt für Risikobewertung (BfR) zusammen.
Auch aus dieser Zusammenarbeit kamen keine Anstöße über die bisher untersuchten Stoffe (Blei und Nickel) weitere problematische Substanzen in die Untersuchung von Espresso- oder Portionskaffeemaschinen einzubeziehen.
Die Schadstoffbelastungen Blei und Nickel in dem Test 12/09 wurden – wie in „Ausgewählt, geprüft, bewertet“ dargestellt – im Wasser aus dem Kaffeeauslass und aus dem Dampf/Heißwasserauslass bestimmt. Hintergrund dieses Vorgehens ist, dass nur so eine eindeutige Zuordnung der gemessenen Werte zu der Portionskaffeemaschine möglich ist. Leider können wir keine weiteren Aussagen dazu machen.“
Vermutlich ist das auch ein salomonisches Urteil, dass man zum jetzigen Zeitpunkt am besten treffen kann.

Meine persönliche Schlussfolgerung:
Holzauge sei wachsam. Zumindest Menschen mit einem schwachen Immunsystem, allergischen Erkrankungen bzw. deren Abwehrsystem angegriffen ist, sollten sich vermutlich trotzdem bei dieser Art des Kaffeekonsums zurückhalten. Dennoch bleibt es eine These, die nicht wissenschaftlich bewiesen ist. Grundlagenforschung tut Not. Und das BfR scheint für alle Beteiligten die einzige Anlaufstelle bzw. die letzte Instanz zu sein … In diesem Zusammenhang zwei letzte Links: ein lesenswerter Artikel aus dem American Journal of Clinical Nutrition zur Evidenzdebatte in den Vereinigten Staaten sowie ein interessanter Beitrag auf dem Vitalblog von Dr. Uwe Alschner zum Thema Paradigenwechsel in der evidenzbasierten Medizin.

 

*Was ist Bioresonanztherapie?
Die Bioresonanztherapie abgekürzt BRT, ist eine Methode der Alternativmedizin. Alternative Bezeichnungen sind Mora-Therapie, biophysikalische Informationstherapie oder Multiresonanztherapie.
Sie wurde 1977 von dem deutschen Arzt Dr. Franz Morell und seinem Schwiegersohn, dem Ingenieur Erich Raschke als MORA-Therapie veröffentlicht.
Bioresonanztherapie gehört nicht zum Methodenspektrum der wissenschaftlichen Medizin. Die Bioresonanztherapie hat auch nichts mit Biofeedback zu tun.
Kritische und weitere erläuternde Informationen zum Thema Bioresonanz unter: wikipedia oder Naturheiltherapie

© 2010 by Axel R. Bollmann

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(Hamburg, 01.2010) Zum Auftakt des neuen Jahres haben wir uns eine echte Kaffeerarität zur Verkostung geleistet:

Speicherstadt Kaffeerösterei in Hamburg

einen Hawaii Kona extra fancy. Geröstet von der Hamburger Speicherstadt Kaffeerösterei. Gekauft im hauseigenen Fabrikladen. Hier werden rund 30 frische Röstkaffee-Spezialitäten produziert.
Verbunden haben wir den Kauf dieser Kostbarkeit (250 g) mit einem Besuch in dem hauseigenen Rösterei-Café. Umgeben von wunderschönen, alten Kaffeemühlen, Kaffeeröstanlagen und Kaffeesäcken rund um den Äquator, konnten wir den Barkassen am Fleet zusehen und einen frisch zubereiteten Hochlandkaffee (St. Helena „Green Tipped Bourbon“) für 12,90 Euro bei strömenden Regen genießen. Diese Kaffeerarität stammt übrigens von dem ehemaligen Verbannungsort Napoleons im Südatlantik. Ein sehr milder, fruchtiger Kaffee. Zubereitet in der Cafétiere.

Hochlandkaffee-Verkostung in der Speicherstadt Kaffeerösterei

Für die Verkostung zum Jahreswechsel haben wir dann einen Hawaii Kona extra fancy (100 % sortenrein) gekauft. 25o g kosten hier 18,75 Euro.
Ein Besuch dieser sehenswerten Rösterei lohnt sich und kann ich jedem Kaffee-Aficionado nur empfehlen.

Hawaii Kona extra fancy (100 % sortenrein):
Hawaii ist der 50. Bundesstaat der USA. Die Inselgruppe gehört aber zum polynesischen Kulturraum.

Hawaii Kona extra fancy, 250g, 18,75 Euro, Speicherstadt Kaffeerösterei

Hawaii liegt ungefähr 4.000 km vom amerikanischen Festland entfernt. Hawaii ist bedingt duch seine geografische Lage auch der einzige Bundesstaat der USA, in dem Kaffee angebaut wird (Kona-Kaffee). Das Anbaugebiet befindet sich an den Hängen von Hualālai und Mauna Loa an der namensgebenden Kona-Küste der Insel Hawaii.

Der immens hohe Preis (zweitteuerster Kaffee) ist ein Resultat starker Nachfrage aus Japan und den USA und erklärt sich unter anderem dadurch, dass der Kaffee nur auf etwa 30 Kilometern entlang der Westküste angebaut wird.

Es herrschen geradezu ideale klimatische Bedingungen für den Kaffeeanbau: das richtige Maß an Regen und Sonne und kein Frost. Der beste Kona-Kaffee wird als Extra Fancy, Fancy und Number One bezeichnet.

Hawaii Kona wird am besten in der Cafétiere zubereitet

Wir mahlen 20 g des hell gerösteten Kaffees bei einem mittleren Mahlgrad.  Befüllen die Cafétiere (0,35 l Volumen) mit dem frischen Mahlgut und gießen gefiltertes nicht mehr kochendes Wasser über den Kaffee. Rühren das frisch aufgebrühte Getränk um, damit sich die freisetzenden Öle, Fette, Zucker und Säuren mit dem Wasser gut verbinden. Erst dann setzen wir den Deckel mit Stempel auf die Kanne und lassen das Gebräu ca. vier Minuten ziehen. So hat das Getränk genügend Zeit seinen aromatischen Geschmack zu bilden. Dann erst drücken wir den Stempel langsam nach unten. So dass sich kaum Kaffeesatz im Getränk selbst befindet. Und genießen den Kaffee pur: schwarz! Ohne Milch. Ohne Zucker.

Hawaii Kona frisch zubereitet. Unvergleichlich!

Unser Genuss-Erlebnis:
Gewürze, Musskat, Pfeffer steigen uns in die Nase. Es riecht nach Exotik. Das weckt die Neugierde auf den Geschmack. Nüsse, Früchte, Kirschen, Granatapfel, Ribisel – das ganze Potpourrie an hawaiianscher Traumwelt wird in uns wach gerufen. Feine Säure, weich, mittlerer Körper. Ein klarer, frischer langer Abgang. Perfekt! Wir sind rundum begeistert. Ein Kaffee, der zu den BESTEN gehört.

Auf unserer Genuss-Skala von 1 bis 10 bekommt der Hawaii Kona extra fancy von der Hamburger Speicherstadt Kaffeerösterei eine glatte 1. Traumhaft. Glückwunsch nach Hamburg, einen solch exotischen Kaffee so perfekt veredelt zu haben.

© 2010 by Axel R. Bollmann

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