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Archive for the ‘Kaffeeliteratur’ Category

Welche Nation bevorzugt Kaffee mit Knoblauch, wie trinken die Deutschen ihren Kaffee am liebsten und welche Trends sind rund um die beliebte Bohne wichtig? Antworten auf diese und viele weitere Fragen rund um Kaffeetrends und -kulturen gibt es im neuen Kaffeereport 2013.

Hamburg, 30. Mai 2013. Rund 66 Millionen Deutsche trinken regelmäßig Kaffee – aber schon hier enden die Gemeinsamkeiten, denn bei Zubereitung und Geschmack gehen die Vorlieben weit auseinander. Der Tchibo Kaffeereport 2013 schafft einen einzigartigen Einblick in die Geschmäcker und Gewohnheiten der Kaffeenation Deutschland und wirft einen Blick auf Genießer in anderen Kulturen. Für die repräsentative Studie, die Tchibo schon im zweiten Jahr mit brand eins Wissen und statista.com veröffentlicht, wurden rund 5000 Personen in Ost und West befragt. Auf mehr als hundert Seiten gibt es Wissenswertes zu Menschen und Märkten, Produkten und Preisen sowie Trends und Traditionen zu entdecken.
Jede Sekunde werden in Deutschland 2315 Tassen Kaffee konsumiert – das entspricht unglaublichen 73 Milliarden Tassen pro Jahr. Damit konsumieren die Deutschen pro Person mehr Kaffee, als die Italiener oder die Franzosen. Mit einem jährlichen Pro-Kopf-Verbrauch von 6,9 Kilogramm belegt Deutschland Platz 8 im weltweiten Ranking. Dass die Deutschen ganze 84,6% ihres gesamten Kaffees zu Hause trinken kommt nicht von ungefähr: 50% schmeckt es dort einfach am besten!

Nachhaltigkeit im Trend
2011 gingen schon 22,6% des weltweit produzierten Biokaffees nach Deutschland. Rund 40% der Deutschen sind überzeugt, dass fair gehandelter, also nachhaltiger Kaffee, in den nächsten Jahren an Bedeutung gewinnen wird.

Vorlieben von Kaffeetrinkern: Marzipan, Krimis und Geschirrspüler
Neben harten Fakten und Zahlen zum weltweiten Kaffeegenuss finden sich im Tchibo Kaffeereport 2013 auch viele interessante und verblüffende statistische Zusammenhänge. Im Vergleich zu Nicht-Kaffeetrinkern benutzen Kaffeetrinker zum Beispiel deutlich öfter einen Geschirrspüler, essen mehr Marzipan und weniger Cornflakes, sehen lieber Krimis im Fernsehen und putzen sich häufiger elektrisch die Zähne.

Weitere detaillierte Einblicke liefert der Tchibo Kaffeereport 2013. Unter dem Titel „Kaffee in Zahlen“, No. 2 unter www.tchibo.com/kaffeereport als pdf downloadbar.

Grafik_Tchibo_Kaffeereport 2013

Text- und Grafikquelle: Tchibo GmbH
In acht Ländern betreibt Tchibo mehr als 1.000 Filialen, rund 30.000 Depots im Einzelhandel sowie nationale Online-Shops. Über dieses Multichannel-Vertriebssystem bietet das Unternehmen neben Kaffee und dem Einzelportionssystem Cafissimo die wöchentlich wechselnden Non Food Sortimente und Dienstleistungen wie Reisen, Mobilfunk oder Grüner Energie an.
Tchibo erzielte 2012 mit international rund 12.300 Mitarbeitern 3,6 Milliarden Euro Umsatz. Tchibo gilt als Röstkaffee-Marktführer in Deutschland, Österreich, Polen und Tschechien und gehört zu den führenden E-Commerce Firmen in Europa.

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Titelseite des Aristipposian Kaffeejournals

Titelseite des Aristipposian Kaffeejournals

Vor wenigen Tagen bekam ich Post. »Büchersendung« stand auf dem Umschlag. Zwei druckfrische Exemplare des »Aristipposian« Kaffeejournals, Ausgabe August/September 2009, Copypreis: 9,50 Euro. Format: A4, 16 Seiten Umfang, teures Papier, handcolorierte Zeichnung auf der Titelseite, zweispaltige Textseiten, kaum Bilder auf den Innenseiten. Etwas für Puristen?
Bei einem »Kleinen Schwarzen« (auf Basis eines TRE FORZE!) ziehe ich mich zurück und beginne zu lesen. Kein Editorial. Keine Einleitung. Keine Erläuterung. Das erste Kapitel handelt von Steinfrüchten und Nüssen. Wissenschaftlich aufbereitet. Gut geschrieben. Kein Wort über Kaffee (Steinfrucht).
»Dienen am Kaffee« titelt der zweite Beitrag. Gut recherchiert, gut analysiert, wieder interessant geschrieben. Es geht um die eigentliche Bedeutung des Begriffes. Dabei nimmt der Autor neue Perspektiven ein und führt den Leser so zu neuen (verloren gegangenen) Erkenntnissen. Das überzeugt. Motiviert. Lädt zum Weiterlesen ein. Philosophisch geht es weiter: »Wenn der Gast Kunde wäre« und findet einen letzten sinnlichen Höhepunkt mit einem Beitrag über »Die Peripherie des Geschmacks« aus der Sicht des belgischen Malers Filip Francis. Im »Kaffeemörser« (Rezeptvorschläge) treffe ich wieder auf Steinfrüchte und Nüsse. Berauscht von der Sprache, den unerwarteten Themen werde ich erstmals ein Rezept testen wollen: Walnuss-Kaffee-Honig mit Joghurt. Zum Schluss verweile ich noch einen Moment über den untrinkbaren Kaffeeresten meines eigenen Espressos.

Mein Fazit: Warum, frage ich mich, keine Bilder, aber teures Papier. Antwort: Er will nicht vom Inhalt ablenken. Er will mich zum Lesen zwingen. Die Printumsetzung ist wirtschaftlich nicht mehr attraktiv. Der Abobereich ist tot. Es wird schwer für das hedonistische Kaffeejournal, das eigentlich nur vom gedruckten Wort lebt. Aber das Kaffeejournal ist erfrischend geschrieben. Es macht Freude in die hedonistische Welt von »Aristipposian« einzutauchen. Keine schnell konsumierbaren Bilder, sondern gut recherchierte überraschende Inhalte, die man nicht braucht zum Überleben, aber das Leben lebenswert machen.

Sila Blume, Herausgeber und Autor

Sila Blume, Herausgeber und Autor

Sila Blume (Herausgeber) und seine wissenschaftlichen Fachkollegen schreiben wie ihr Vorbild*. Philosophisch. Mit heiterer Natur, vornehmer Beherrschtheit und einer distanzierten Gelassenheit. Mehr unter: aristipposiankaffeejournal

*Exkurs: »Aristipposian« – wer oder was war das noch? Ich recherchiere.
Aristip, auch Aristíppos von Kyrene (435 v. Chr. bis etwa 355 v. Chr.) genannt, war ein griechischer Philosoph. Er lebte in einer griechischen Polis im heutigen Libyen/Nordafrika. Aristíppos gilt als der Begründer der kyrenaischen Philosophenschule (Begründer des Hedonismus: der Weg zum Glück ist nach Aristippos, die Lust zu maximieren, dem Schmerz aber auszuweiche).
Unter Hedonismus versteht man ganz allgemein eine Sitte, die Lust als höchstes Gut sowie Bedingung für gutes Leben ansieht. Im Unterschied zur epikureischen Glücksphilosophie (Konzentration auf die wirklich notwendigen Bedürfnisse) eine nur an materiellen Genüssen orientierte egoistische Lebenseinstellung. Ich übersetze für mich: Aristipposian – Kaffeegenuss maximieren, Kaffeefrust vermeiden.

(© 2009 by Axel R. Bollmann)

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