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Archive for the ‘Nachhaltigkeit’ Category

Dublin
World of Coffee Dublin
(23-25 June 2016), owned and organised by SCAE, will be the venue for the first ever Sustainability Forum, a new feature which should bring added value to what is already Europe’s premier speciality coffee event.

The new Sustainability Forum is to become the hub for discussion at World of Coffee, with key talks on the economic, environmental and social challenges that the industry faces with regard to sustainability, as well as debate, innovation and knowledge sharing throughout the event.

According to SCAE: „The coffee community has a responsibility to the industry and a large number of SCAE members have already made enormous strides in protecting the industry for generations to come so that they too can enjoy this wonderful commodity.“

The creation of a Sustainability Policy is just the beginning of an exciting road ahead for us working towards new initiatives, each designed to facilitate the transfer of knowledge, research and innovation for the general benefit of everyone working in the industry. We are very excited to be leading this initiative and making this idea a reality and the hope is that we all will be inspired to implement change within our own organisation. Our community is a very proactive one and we all have a desire to help and educate and doing this at World of Coffee is the perfect environment.’, according to Alberto Polojac, Chair of the International Development Committee of SCAE;

Secondly SCAE states: Ireland is home to one of the world’s most sustainable food industries and visitors to World of Coffee Dublin will be able to learn from some of the pioneering food businesses who are at the forefront of sustainability on this island. The Speciality Food Hall, supported by the Irish Foodservice Suppliers Alliance (IFSA), will be located next to the Sustainability Forum, providing visitors with easy access to a wealth of knowledge and experience. Surrounding the main stage area, several of the world’s leading associations and charities in sustainability will be on hand to discuss ground breaking trends from other industries and market sectors and share some of the lessons they have learned.

Sustainability Awards

Europe’s No. 1 Coffee Event, which will see thousands of people from more than 100 countries converge on Dublin, will also feature SCAE’s latest awards programme, the Sustainability Awards where hard work and creativity will be recognised along with acknowledging the difference that SCAE members have already made towards ensuring the coffee industry and its impact on the world are more sustainable than before. Details of the Sustainability Awards, including how to nominate and vote will shortly be released by SCAE – scae.com


About „World of Coffee“

Whether you are eager to learn about emerging trends, key industry issues or the latest in equipment or services, explore and sample the latest products or discover exciting new innovations in the coffee market, this is a place to be.

Owned and organised by the Speciality Coffee Association of Europe (SCAE), World of Coffee is the flagship event in the European coffee calendar now in its 16th year. The event brings thousands of coffee professionals and those from beyond the core coffee community from across the globe together for a three-day celebration of coffee each June.

If your interested find out more about SCAE’s plans for World of Coffee Dublin 2016 on: www.worldofcoffee-dublin.com

Textual sources: SCAE
Picture source: SCAE

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Samstag, 09. März 2013: Besuch Finca San Sebastian in der Region Antigua

Von der knapp 19.000 Hektar großen Antigua Kaffeeregion sind knapp 4.800 Hektar mit Kaffeepflanzen kultiviert.

SanSebastian_Plantage

Finca San Sebastian

Die 2.000 Hektar große Finca San Sebastian (1.200 Mitarbeiter) baut auf 450 Hektar Bourbon (70 %), Caturra, Villalobos, Pacamara und noch einige Exoten wie zum Beispiel Geisha Varietäten an. Neben Kaffee wird Milchviehwirtschaft (500 Liter pro Tag) und Waldwirtschaft (Pinien, Zypressen, Erle, Eiche) betrieben.

7.000 Säcke Rohkaffee/Green Beans werden in die USA, nach Deutschland (z.Zeit nur Blends an Importeur List & Beisler), Japan (Direct Trade), England (u.a. Direct Trade, z.B.: Has Bean) und Neuseeland exportiert.

Bourbon_Bluete

Varietät Bourbon (Blüte) auf der Finca San Sebastian

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Rote Kaffeekirschen auf (Bourbon) auf der Finca San Sebastian

WetMill_SanSebastian

Wet Mill Processing auf San Sebastian (San Miguel)

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Wet Mill Processing auf San Sebastian (San Miguel)

Wet-Mill_SanSebastian2

Wet Mill Processing auf San Sebastian (San Miguel)

SanMiguael

San Miguel Dry Mill, gehört zur Finca San Sebastian

Im Weiterverarbeitungsprozess betreibt die Finca eine eigene Nassaufbereitungsanlage/Wet mill sowie eine Trockenverarbeitung/Dry mill (San Miguel), die auch von anderen Farmen und kleinen Kaffeeproduzenten (small producers) genutzt wird.

Bild

Finca San Sebastian – Patios (naturals)

Neben „washed coffees“ (von der Mucilage befreit und getrocknet) werden auch „honeys/semi-washed“ coffees (mit Mucilage getrocknet = mehr Süße, mehr Körper, mehr ausgewogen) und „natural“ coffees (die Kirschen im Ganzen getrocknet = mehr Aromenintensität, weniger Säure) auf San Sebastian aufbereitet, erläuterte uns Edgar Cabrera Cozza, Sales Director von der Finca San Sebastian.

Die „Naturals“ und „Honeys“ trocknen unter regelmäßigem Wenden rund 20 Tage auf den „Patios“ (s.o.), während die „Washed“ Coffees etwa 11 bis 12 Tage unter regelmäßigem Wenden sonnengetrocknet werden.

San_Sebastian_Honeys

„Honeys“ auf den Patios von San Sebastian

„Allerdings sind die „Naturals“ teurer als die „Washed“ in der Verarbeitung. Aus 3,5 kg „Naturals“ bekommt man ca. 1 kg Rohkaffee, während man aus 2,5 kg „Washed“ coffees bereits 1 kg Rohkaffee erhält. Dazu müssen die „Naturals“ doppelt so lange gewendet werden, was zeit- und damit kostenaufwendiger ist,“ erklärt Edgar Cozza.

Kleine Lots (1 Container à 320 Sack Rohkaffee) kosteten aktuell bei San Sebastian:
Standard Qualität ca. 3,50 USD/lb, „Pache“ natural ca 5,00 USD/lb und „Pacamara“ honeys liegen bei ca. 7,00 USD/lb.

Bei San Miguel werden jährlich ca. 14.000 Sack (68 kg/150 lbs) produziert und in die o.a. Länder exportiert.

Mechanische_Trocknung

Mechanische Trocknung auf San Miguel

DryMill-Klassifizierung

Dry Mill Processing San Miguel – Klassifizierung

Qualitaetskontrolle

Qualitätskontrolle auf San Miguel

San Sebastian ist die mit Abstand größte Finca, die wir auf unserer Tour besichtigten. Dazu sahen wir erstmals Kaffeesträucher mit wunderschön aufgegangenen Blüten, die nach Jasmin dufteten.

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Besuch der Stadt Antigua

Zurück in Antigua machten wir eine kleine Stadtführung durch die ehemalige Hauptstadt von Guatemala (ca. 45.000 Einwohner) und erstanden ein paar kleine Geschenke für die Familie und Freunde daheim.

Antigua

Antigua – ehemalige Hauptstadt von Guatemala (ca. 45.00 Einwohner)

Danach ging es zurück nach Guatemala City. Check in im Clarion Suite Hotel. Abendessen im Hotel.

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Sonnstag, 10. März 2013:
Besuch Finca El Socorro, Palencia (Department Guatemala)

Kaffee, Früchte und ein Omelette mit Tomaten, Zwiebeln, Speck und Käse zum Frühstück. Um 08:00 Uhr ging es los. Alberto, unser Busfahrer, fuhr uns an diesem Tag von Antigua in Richtung Nord-Osten, nach Palencia, das zum Department Guatemala gehört.

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Blick auf die Finca El Socorro

Nach einer Stunde Fahrt passierten wir einen unbefestigten Feldweg. Die Kurven wurden schärfer, der Weg ging immer steiler bergauf und die »Straße« wurde löchriger und steiniger. Wir ruckelten und holperten über die »Straße«, was das Zeug hielt. »Sind wir noch richtig«, fragte ich mich? Aber Alberto hatte uns immer bestens geführt. Nerven behalten. Dann ging es ziemlich kurvenreich steil bergab auf diesem unbefestigten Feldweg. Mit saftigen Schlaglöchern. Von unten bahnte sich ein beladener Lastwagen seinen Weg. Wir hielten die Luft an. Dann rief jemand »STOP« im Bus. Er wollte sofort aussteigen. Aus Sicherheitsgründen. Ihm war die Weiterfahrt nicht mehr geheuer. »Zu gefährlich«, für einen Bus. Er hatte Bilder von umgefallenen Bussen in Thailand gesehen. Jetzt wollte er unbedingt zu Fuß gehen. Es waren noch 20 Minuten Fahrt. Er bestand darauf. Und er kam nicht zurück an Bord des Busses. Für den Rest der Reise.

ElSocorro_Plantage

steile Hänge auf dem Weg zur Finca El Socorro

Es war still geworden im Bus. Enrique, unser guamaltikischer Reiseführer, verließ sofort den Bus und begleitete ihn. Wir fuhren weiter. Nach zwei Kilometern hatte sich der kurvige Stolperweg wieder in eine Gerade verwandelt. Wir machten eine Pause, stiegen aus, und warteten. Plötzlich hörten wir in dieser Wildnis ein Quad – diese vierrädigen »All Terrain Vehicle« – auf uns zu rasen.

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Diego De La Cerda, Besitzer der Finca El Socorro

Es war Diego De La Cerda, der Besitzer der Finca El Socorro. Er begrüßte uns herzlich mit einem festen Händedruck und fragte überrascht, was passiert sei. Wir erklärten die Lage und entschuldigten es mit »So sind eben die Europäer ;-)«. Ein Offroad-Fahrzeug der Farm griff die beiden »Wanderer« auf, der Rest fuhr die letzten Meter mit dem Bus zur Farm.

Später erfuhren wir, dass diese Lage der Finca eben auch ein wesentlicher Teil des Erfolges der Qualität des Kaffees von El Socorro ist. »Irgendwie nachvollziehbar«, dachte ich.

ElSocorro_CoE

Cup of Excellence Award 2011 – eine von vielen Awards für herausragenden El Socorro- Spezieltätenkaffee

Die Vitrine im Haus war gefüllt mit vielen erst- und zweitplazierten CoE-Trophäen (Cup of Excellence), SCAA-Auszeichnungen und Kaffeepackungen renommierter Micro-Röstereien (S&H, PT´s, Barefoot, Fortnum & Mason etc.) aus den USA und Nordeuropa, die mit der Kaffeeherkunft von El Socorro warben.

Die 200 Hecktar große Finca El Socorro liegt einsam in dieser Wildnis – nur Kaffeesträucher, Viehweiden, Gemüseanbau und Wald – auf einer Höhe von 1.600 bis 1.800 m. Sandiger, lehmiger Boden. Kein üblicher Vulkanbimstein. Bei durchschnittlich 1.500 mm Niederschlag im Jahr, was eher unterdurchschnittlich ist. Kaum befallene Pflanzen mit dem Kaffeeblatt-Rostpilz!

Kein Nachbar weit und breit. Diegos Vater hatte dieses Stück Land in den 60er Jahren erworben und begann etwas Gemüse anzubauen. Erst in den frühen 80er Jahren wurde auch Kaffee produziert. 1999 stieg Sohn Diego ein.

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Finca El Socorro – Yellow Bourbon

Angebaut werden gelbe und rote Bourbon, Maracaturra (diese Varietät kam ursprünglich aus Nicaragua; ein Hybrid aus Maragogype und Caturra), Pacamara, Caturra und ein wenig Geisha. Nur gewaschen aufbereitet.

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Varietät Maracaturra auf El Socorro

In 2007 wollte die Familie wissen, wo sie im Vergleich zu anderen Farmen qualitativ stehen und beteiligten sich erstmals an einem nationalen »Cup of Excellence« Wettbewerb. Sie belegten den ersten Platz. Seither nehmen sie regelmäßig an den CoE-Wettbewerben teil und erreichen regelmäßig vorderste Plätze ein. In 2011 Platz 1 und in 2012 Platz 2. »80 Prozent der El-Socorro-Kunden kaufen heute den Kaffee wegen der hervorragenden CoE-Platzierungen«, teilte Diego de la Cerda mit einem gewissen Stolz mit.

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Begeistert von der Plantage El Socorro (Foto: Diego De La Cerda)

Seither heißt die Philosophie: »We sell cups no pounds. We produce best coffee we can do under the circumstances.«
Es werden ausschließlich Direktgeschäfte mit Micro-Röstereien in den USA, Japan, Norwegen oder UK getätigt. Alle Geschäftspartner genießen einen gewissen Gebietsschutz für die Dauer der Partnerschaft, d.h. kein unmittelbarer Konkurrent verkauft parallel Kaffee von dieser Farm. Es können kleine Lots mit 10 Säcken wie auch größere Lots (1 Container) geordert werden.

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Diego De La Cerda, Besitzer der Finca El Socorro erläutert die Wet Mill-Anlage

Jeden Tag während der Erntezeit werden die Kaffees verkostet, um zu sehen, ob sie den Qualitätsanforderungen entsprechen. Diego ist der Überzeugung: »Nur wenn man keine so gute Qualität hat, werden die Varietäten als »HONEYS« oder »NATURALS« weiter verarbeitet. Sein Kaffee wird ausschließlich »WASHED« aufbereitet.

Auch hier unterscheidet sich die Finca bei der Weiterverarbeitung im Detail: Nach dem Pflücken werden die Kaffeekirschen gewogen.

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Finca El Socorro – Wet Mill wird mit Sonnenenergie betrieben

Wegen der Höhe der Lage ist das Wasser kälter. Bevor die frischen Kirschen in den Syphon kommen, wird das Wasser auf ca 24°C bis 25°C erwärmt. Hier werden die besten Kaffees von den weniger guten (Floaters) separiert. Eine erste Klassifikation wird also nach Gewicht vorgenommen. Je mehr Gewicht, desto besser der Kaffee. Die Bohnen werden dann in einer vertikal angeordneten Entpulpungsmaschine von dem Fruchtfleisch befreit.

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Finca El Socorro – Wet Mill Processing

Die vertikale Anlage spart im Vergleich zu den üblichen hotizontal-angeordneten Anlagen erheblich an Wasser ein. In einer weiteren Klassifikation werden die »CRIBA« (Bohnen mit Mucilage) wieder nach Gewicht separiert. In den Fermentationstanks mit dem erwärmten Wasser brauchen die »CRIBAS« nur ca. 18 Stunden zuzubringen. Das stresst die Bohnen weniger und steigert die Aromenintensität. In einem letzten Schritt werden die fermentierten Bohnen durch einen Wasserkanal geführt, wo sie durch eine Bürstenmaschine von möglichen letzten Mucilage-Resten befreit werden. Um so reiner schmeckt nachher der Kaffee.

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Finca El Socorro – auf den Patios werden hier ausschließlich washed beans sonnengetrocknet

Dann werden die Pergaminos zum Trocknen auf den Patios verteilt und ungefähr 10 bis 11 Tage lang in der Sonne unter regelmäßigen Wenden getrocknet. Anschließend in einem Depot bis zum Export gelagert.

Nach angeregten Gespächen über den Kaffeeanbau, das Processing und die Flavours von El Socorro sind wir zu einem köstlichen Barbeque eingeladen. Ein Teil der SCAE-Gruppe fuhr anschließend mit Off-Road-Fahrzeugen der Farm nach Guatemala-City zurück. Der „harte Kern“ genoss die ruckelige Busfahrt und traf 10 Minuten später als die anderen wieder im Hotel Clarion Suite in Guatemala-City ein…

Letzter Teil der Exkursion und besonderes Highlight folgt in Kürze:
Besuch der Finca La Soledad in Acatenango

Alle Text- und Bildrechte liegen bei ©kaffeewacht : Axel R. Bollmann

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