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Cold Brew Coffee ist kalt aufgebrühter Kaffee (am besten mit einer helleren Röstung/Filterröstung). Dafür wird das Kaffeepulver mit kaltem Wasser aufgegossen. Der Kaffee enthält dadurch weniger Bitterstoffe, weniger Säure, viel Koffein und schmeckt mild und je nach Kaffee sehr aromatisch. Somit ist Cold Brew Coffee ein leckeres Sommergetränk für Kaffeeliebhaber – natürlich abhängig vom Kaffee.
Eine sehr interessante Kombination und schon seit einiger Zeit in den Großstädten angesagt ist »Cold Brew Coffee mit Tonic Water«.

Der Nachteil: Die Zubereitung dauert auch hier mit 12 bis 24 Stunden – je nach Ziehzeit und Geschmack – ungemein länger als bei der gewöhnlichen Kaffeezubereitung.

Bald soll es aber viel schneller und simpler gehen:  die Fa. Philosoffee aus Berlin plant nach der erfolgreichen Einfühung von Koldbrew in 2016/17 nach eigenen Angaben nun ein weiteres hochwertiges Fertiggetränk. Koldbrew Tonic.

Was sich dahinter verbirgt?
Ein überraschend erfrischender Kaffeedrink mit ordentlich Kohlensäure und viel Koffein.

»Obwohl sie es bis vor kurzem noch nie probiert haben, kommen Freunde und Familien nicht mehr los davon«, sagen die drei Gründer Benjamin Thies (Co-CEO, ehem. Unternehmensberater), Lukas Friedemann (Co-CEO, ehem. Startup-CEO) und Christian Figueras (CPO, ehem. Winzer und Getränketechnologe).

Damit auch andere sobald wie möglich in den Genuss von Koldbrew Tonic kommen, will die Fa. Philosoffee nun schnellstens die ersten 12.000 Flaschen Koldbrew Tonic abfüllen. Für Kaffeeliebhaber, Mate-Trinker und Geschmacksvisionäre. Mit ordentlich Koffein (32mg/100ml), Bio, und vor allem zu fairen Preisen für die Kaffeefarmer, die all das erst möglich machen.

Der Kaffee den sie für ihren Koldbrew Tonic verwenden, soll fair gehandelter Spezialitäten-Kaffee sein. Ein Sorten-Mix aus Typica und Caturra von der südamerikanischen Kooperative Cenfrocafe aus St. Ignacio, einem kleinen Ort im Nordosten Perus. Geröstet wird der Kaffee von Constantin Hoppenz (Bonanza Coffee Roasters Berlin), deutscher Filterkaffeemeister und Fünfter auf der diesjährigen Brewers Cup Weltmeisterschaft.
Durch die hauseigene Cold Brew Zubereitungsmethode soll der Kaffee mild, süß und unglaublich aromatisch sein. Geschmacklich soll der sogenannte „Apu Blend“ fast an ein flüssiges Tiramisu erinnern. Philosoffee hat im Labor dazu ein eigenes Bio-zertifiziertes Tonic Water entwickelt, das eine feine Balance aus süßen und bitteren Noten haben soll.

Klingt gut und sehr lecker. Und nun? Es fehlt noch an Geld und mentaler Unterstützung. Dazu haben die drei Gründer eine Crowdfunding-Kampagne am 16. Oktober 2017 gestartet, die am 20. November 2017 endet. Mit 20.000€ können sie die erste Koldbrew Tonic Produktion umsetzen und 12.000 „Freundschaften“ aus Koldbrew und Tonic Water in Flaschen füllen. Kuratiert wird die Crowdfunding-Kampagne von StartinFood

Mehr zu dem neuesten Produkt und der Philosoffee Crowdfunding Kampagne. Bitte klicken: KoldbrewTonic

Die Philosoffee GmbH, gegründet im November 2016 in Berlin, produziert und vertreibt nach eigenen Angaben Getränke auf Basis von Spezialitätenkaffee. Mit einem Team von acht Mitarbeitern verfolgt Philosoffee die Mission, Spezialitätenkaffee salonfähig zu machen und gesunde Konsumalternativen gegenüber klassischen »Zuckerbrausen« zu entwickeln.
Das Berliner Spezialitätenkaffee-Startup bietet aktuell drei bio-zertifizierte Getränke an: Koldbrew Pure, Koldbrew Tonic und Nitrobrew. Die Gründer unterstützen hiermit den bewussten und nachhaltigen Umgang mit der Ressource Kaffee und eine gesündere Ernährung.

 

Bild- und Textquelle: Philosoffee GmbH, Rohrdamm 88, 13629 Berlin , philosoffee.de

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Am 25. Mai 2013 findet unter dem Motto „Dein Engagement. Unsere Zukunft.“ erstmals der Deutsche Entwicklungstag (DET)  mit dem Schwerpunkt Afrika statt.
Veranstaltet von Engagement Global möchte der DET Bürgerinnen und Bürgern zeitgleich an insgesamt 16 Standorten das Thema Entwicklungszusammenarbeit näherbringen, zum Engagement anregen sowie die kulturelle Vielfalt und wirtschaftliche Bedeutung des afrikanischen Kontinents jenseits gängiger Stereotype zeigen.
 
DET in Berlin am 25. Mai 2013
Beim DET in Berlin wird die „Berliner Bohne“, der fair gehandelte Stadtkaffee Berlins, vertreten sein. Im Rahmen der UN-Weltdekade Bildung für nachhaltige Entwicklung wurde die Initiative ausgezeichnet und bereits 2009 zum „Offiziellen Projekt der UN-Weltdekade „ erklärt. Da fair gehandelter Kaffee derzeit nur etwa ein Prozent des deutschen Kaffeemarktes ausmacht, sollen mit der „Berliner Bohne“ Verbraucher auf den Fairen Handel aufmerksam gemacht und für die Nord-Süd-Problematik sensibilisiert werden. Neben dem Verkauf des Kaffees werden auch Bildungsseminare und Workshops zum Thema Fair Trade angeboten.

Weitere Informationen zur „Berliner Bohne“  finden Sie unter: http://www.berlinerbohne.de/

Text- und Bildquelle:  http://entwicklungstag.de

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BKR Jubiläumsfeier am 9. Februar 2011

BKR Jubiläumsfeier am 9. Februar 2011

»Inspiriert von einem puerto-ricanischen Kaffeeröster in Soho/New York hatte mein Sohn Andreas Giest jun. die Idee, etwas ähnliches in Berlin zu gründen: Eine »handwerklich« ausgerichtete Kaffeerösterei.«, so begann Erwin Giest sen. seine Jubiläumsrede am 9. Februar 2011, um 20:30 Uhr.

Das »Uhland-Schloss« ist Sitz der Berliner Kaffeerösterei

Das »Uhland-Schloss« ist Sitz der Berliner Kaffeerösterei

Vor 10 Jahren, am 9. Februar 2001, war es so weit. Vater Erwin (Lebensmitteltechnologe/Chemiker) und Sohn Andreas Giest (Wirtschaftsjurist) eröffneten die Berliner Kaffeerösterei im »Uhlandschloß« in der Charlottenburger Uhlandstraße 173/174. Einem neobarocken fünfstöckigen Gebäude, erbaut um die Jahrhundertwende (1899/1901) vom Historismus-Architekten und Kirchenbaumeister Engelbert Seibertz.

Neuer Diedrich-Röster in der BKR (seit 2007)

Neuer Diedrich-Röster in der BKR (seit 2007)

Gestartet wurde mit zwei Mitarbeitern, einem 5 kg Trommelröster, 30 Kaffeesorten, ein paar Teesorten, einem selbstgebackenen Käsekuchen und ein paar Stehtischen.

Bereits in 2002 wurde das Führungsteam um den Kaufmann und Kaffee-Experten Stefan Richter als Compagnon und dritten Geschäftsführer der Berliner Kaffeerösterei Giest & Compagnon Verwaltung GmbH erweitert.

Schokoladenspezialitäten aus der BKR Chocolaterie

Schokoladenspezialitäten aus der BKR Chocolaterie

Im Lauf der Jahre wurde das Sortiment stetig größer. Heute füllen 130 Kaffeesorten rund um den weltweiten Kaffeegürtel die goldenen Schütten im Laden. Die Räumlichkeiten wurden um den Apricot Salon (50 Gäste) und die Bibliothek (20 Gäste) erweitert. Patissiers backen Torten, Cupcakes und Kuchen in der hauseigenen Konditorei. In 2007 wurde ein neuer großer Trommelröster angeschafft. Schokoladen und Pralinen werden seit 2008 in der eigenen Chocolaterie hergestellt.

 

Erwin und Andreas Giest anläßlich der BKR-Jubiläumsfeier

»Die Berliner Kaffeerösterei ist heute eine gläserne Manufaktur«, sagte Erwin Giest in seiner Jubiläumsrede mit einem gewissen Stolz. Dann eröffnete Giest das leckere Buffet mit handgefertigen Köstlichkeiten aus dem Hause.
Im Apricot Salon tauschten sich Stammgäste, Lieferanten, private und gewerbliche Kunden und Mitarbeiter der Rösterei über die Erfolgsgeschichte aus und genossen die Spezialitäten.

Stefan Richter (rechts) und S.E. der äthiopische Botschafter

Stefan Richter (rechts) und S.E. der äthiopische Botschafter

Ehrengäste an diesem Jubiläumstag waren Seine Exzellenz der Botschafter Fesseha Asghedom Tessema von Äthiopien und ein Vertreter der kenianischen Botschaft, die es sich nicht nehmen ließen, die landeseigenen Kaffees in den goldenen Schütten zu bewundern und sich die Röstung dieser Spezialitäten von Stefan Richter erläutern zu lassen.

Ein rundum gelungener, glamouröser Empfang der noch einmal die ganze Pracht der Spezialitäten rund um die Kaffeewelt präsentierte. Chapeau. Viel Glück und Erfolg für die nächsten Jahre.

Empfang anläßlich des 10jährigen Jubiläums der Berliner Kaffeerösterei

Empfang anläßlich des 10jährigen Jubiläums der Berliner Kaffeerösterei

© 2011 by Axel R. Bollmann

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barzone am Gleisdreieck in Berlin-Kreuzberg

barzone am 24.-25.05.2011 in der STATION-Berlin am Gleisdreieck in B.-Kreuzberg

Die barzone zieht um. Und soll für Aussteller und Besucher attraktiver werden. Das neue Zuhause der barzone ist die STATION-Berlin (Dresdner Bahnhof) in Berlin-Kreuzberg am Gleisdreieck. Die Location im Architekturstil der Gründerzeit bietet 20.000 qm Eventfläche und damit genügend Platz für die barzone, die 2011 (24. und 25. Mai) noch größer und vielfältiger sein wird. In Nähe zum Potsdamer Platz, verfügt die STATION-Berlin zudem über eine optimale Anbindung an das Verkehrsnetz – ein Parkhaus und der U-Bahnhof Gleisdreieck befinden sich in direkter Nachbarschaft.

Cupping in der tasting area auf der barzone in 2010

Cupping-Seminar in der tasting area auf der barzone in 2010

Über die barzone:
Die Szenen-Gastronomie setzt immer wieder neue Maßstäbe und Trends durch ungewöhnliche Konzepte, anspruchsvolle Produkte, innovative Bewirtungsformen und engagierte Köpfe. Seit nunmehr 15 Jahren wird die Entwicklung dieser Branche von dem Fachmagazin FIZZZ begleitet. Das auf die Szenen-Gastronomie spezialisierte Fachmagazin gilt nach eigenen Angaben als Marktführer in Deutschland. Das damit verbundene langjährige Gastro-Know-how und der enge Kontakt zur Branche sind der Ursprung der barzone – Bar and Restaurant Business Show in Berlin. Sie hat sich seit 2008 zum jährlichen Branchen-Treff, zur Trendschau und Wissensbörse für tausende Profis und Entscheidungsträger aus Restaurants, Bars, Hotels, Clubs und Diskotheken, Event- und Cateringunternehmen sowie für Fachhändler und die gesamte Zulieferindustrie etabliert.

Das integrierte Begleitprogramm wird von Profis für Profis gemacht. Die Schwerpunkte im kommenden Jahr werden neben nationalen und internationalen Mixtrends auch Bierkonzepte sowie Food-Themen, Marketingstrategien, gastronomische Trendkonzepte und Produktneuheiten bilden.

Das Herzstück der barzone ist die Trade Show: Produkte und Dienstleistungen speziell für die Szenen-Gastronomie aus den Bereichen Getränke, Food & Snacks, Equipment, Technik, Interior und Weiterbildung werden an beiden Tagen präsentiert.
Das Infopaket für Aussteller und Partner kann ab sofort angefordert werden unter: barzone.de

barzone-Überblick:
Forum der Szenen-Gastronomie
am 24. & 25. Mai 2011,

täglich von 11 bis 19 Uhr,
in der STATION-Berlin,
Luckenwalderstraße 4-6
10963 Berlin Kreuzberg/Schöneberg
Der Zugang zur Veranstaltung ist Fachbesuchern über 18 Jahre vorbehalten.

Zur Historie der Location*:
Bei den historischen Hallen handelt es sich um den ehemaligen Dresdener Bahnhof. Der Dresdener Bahnhof lag südlich des Landwehrkanals zwischen den beiden Güterbahnhöfen der Berlin-Potsdamer Eisenbahn und der Anhalter Bahn mit Zufahrt von der Luckenwalder Straße. Heute befinden sich an diesem Ort der U-Bahnhof Gleisdreieck sowie die Gebäude des ehemaligen Berliner Postbahnhofs. Die Anlagen des Güterbahnhofs der Berlin-Dresdener Eisenbahn schlossen sich südlich an den Personenbahnhof an. Das Gelände lag in der Tempelhofer Vorstadt und gehört heute zum Berliner Ortsteil Kreuzberg.

Der Bahnhof wurde am 17. Juni 1875 eingeweiht und diente dem Verkehr von und nach Dresden. Sein dortiges Pendant war der Berliner Bahnhof im Stadtteil Dresden-Friedrichstadt. Prag und Wien konnten mit Kurswagen erreicht werden. Zunächst wurde nur ein provisorisches Empfangsgebäude in Holzfachwerkbauweise an der Westseite der Bahnsteiganlagen errichtet. Der Bau eines repräsentativen Bahnhofsgebäudes war am Kopfende der Bahnanlagen an der Luckenwalder Straße geplant, wurde aber nicht realisiert. Schon wenige Jahre nach der Eröffnung wurde beschlossen, den Personenverkehr der Berlin-Dresdener Eisenbahn zum 1880 eröffneten Neubau des Anhalter Bahnhofs zu leiten. Somit wurde der Dresdener Bahnhof bereits am 15. Oktober 1882 als Personenbahnhof wieder stillgelegt. Alle Bauten für den Personenverkehr wurden in den Folgejahren abgetragen. Auf dem freigewordenen Gelände wurde 1901 das Gleisdreieck der Berliner U-Bahn und 1907 der Berliner Postbahnhof errichtet.

Teile des ehemaligen Postbahnhofs werden seit seiner Stilllegung im Jahre 1997 unter dem Namen Dresdener Bahnhof (STATION-Berlin) für Ausstellungen und Veranstaltungen genutzt.

Text- und Bild-Quelle zur barzone: http://barzone.de
*Text-Quelle zur Historie: http://mag-berlin.com

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Lavazza-Barista zaubert auf der barzone in Berlin

Lavazza-Barista zaubert auf der barzone in Berlin

Zum dritten Mal veranstaltete das Szene-Gastronomie-Magazin FIZZZ, dahinter steht der Meininger Fachverlag für Wein- und Getränkehandel, die „barzone“ in Berlin. Die barzone, positioniert als „Leitmesse der Szene-Gastronomie“, öffnete wieder für zwei Tage (4. und 5. Mai) ihre Tore in der arena in Berlin Treptow. Im Kern zeigten Zulieferer von Bars und Restaurants ihre neuesten Produkte und Dienstleistungen. Im Kaffeebereich waren Lavazza, Chicco di Caffè und IFBI vertreten.

Exotische Zigarrenverkäuferin vor der »Education Area«

Exotische Zigarrenverkäuferin vor der »Education Area«

Mit einem sehr überzeugenden Begleitkonzept wurden dem Besucher dieser Fachmesse viele praxisorientierte und inspirierende Angebote rund um das eigene Metier geboten. Internationale Barkeeper und Bar-Stars präsentierten aktuelle Trends auf einer großen Show-Bühne und am Tresen. Gastronomieexperten vermittelten relevantes Wissen rund um die Themen Unternehmensführung und Marketing. In der neu geschaffenen „Design Area“ gab es in diesem Jahr erstmals kreative Gestaltungsanregungen in Sachen Gastro-Design. Und in der „Tasting Area“ konnten Neuigkeiten aus der Welt der Getränke konzeptionell verkostet werden.

Plantagenkaffees in der Tasting Area:

Heiko Rehorik moderiert mit Vergnügen das Cupping der Plantagenkaffees

Heiko Rehorik moderierte mit Vergnügen das Cupping der Plantagenkaffees

Am Dienstag, 5. Mai, 13:30 Uhr standen „PLANTAGENKAFFEES“ mit Heiko Rehorik (Berlin School of Coffee)“ in der Tasting Area auf der Agenda.
Unter dem Motto „breaking the crust“ setzte Heiko Rehorik (auch Generalsekretär der Deutschen Röstergilde) ausgewählte Plantagen- bzw. Spezialitätenkaffees gekonnt in Szene.

In der Tasting Area wird Plantagenkaffee verkostet

In der Tasting Area wurde Plantagenkaffee verkostet

Vier unterschiedliche Spezialitätenkaffees (Brasilien, Ecuador, Äthiopien und Indien) wurden von ihm zunächst einzeln beschrieben und dann gemeinsam nach „Brechen der Kruste“ verkostet.
Vorab gab Rehorik ein kleines Intro über die Kaffeebohne (Aufbau der Kaffeebohne) im allgemeinen und über Spezialitätenkaffees (Kriterien zu Herkunft, Aufbereitung, Röstung, Geschmack) im besonderen.

Der Andrang auf das Thema ist groß. Der Saal voll, die Laune prima.

Der Andrang auf das Thema war groß. Viele Gäste nahmen an einer Kaffeeverkostung das erste Mal teil.

Bewertungsbogen für das Cupping:
Für das anschließende „Cupping“ (Verkosten) lag ein Bewertungsbogen bereit. Jede der vier Kaffeesorten sollte nach den Kriterien „Geruch, Säure, Aroma, Körper, Harmonie“ bewertet werden. 6 Punkte (1 = nicht akzeptabel und 6 = außergewöhnlich) waren für jedes Kriterium zu vergeben.

Da die Nase um die 4.000 Gerüche aufnimmt, unser Wissen in diesem Bereich aber erfahrungsgemäß begrenzt ist, waren die aufgeführten Bewertungsbeispiele und ein „Taste- und Aromafächer“ mit beispielhaften Assoziationen sehr hilfreich, um die eigenen Wahrnehmungen in Worte zu fassen.

Cupping und Bewertung von vier Kaffeesorten:
1. Brasilien. Fazenda Rahinha.

Die erste Kruste ist gebrochen. Es duftet köstlich.

Die erste Kruste war gebrochen. Es duftete köstlich.

Los ging es mit dem brasilianischen Plantagenkaffee der Facenda Rainha aus Sao Sebastiao da Grama (State of Sao Paulo). Bei der Arabica-Kaffeesorte handelte es sich um eine „halbgewaschene“, von Hand gepflückte, in 1.500 m Höhe wachsende Yellow Bourbon Varietät (gelb-farbene Kirsche).
Dann wurde die zubereitete Tasse des „Brasilianers“ gereicht. Zuerst rochen wir am Kaffee. Einen leichten Schokoladenduft nahm ich wahr. Mit einem großen Löffel brachen wir die Kaffeekruste und rochen an der Rückseite des Löffels. Dort sollte der Geruch am intensivsten sein. Und wirklich die Schokoladen-Töne wurden stärker. Erdige Töne kamen dazu. Dann schlürften wir vom Löffel und liessen das Getränk im Mund zirkulieren. Wenig Säure. Mild und süß mit einem mittleren Körper im Geschmack. Typisch für brasilianischen Kaffee. Ein angenehmes Grundgefühl im Mundraum. Der Gesamteindruck: harmonisch, aber da geht noch was. Meine Bewertungsnote lag bei 3 bis 4. Fast gut 😉

2. Ecuador. Fundochamba.

Ecuador Fundochamba. Eine Rarität. Eine Besonderheit. Mein Favorit.

Ecuador Fundochamba. Eine Rarität. Eine Besonderheit. Mein Favorit.

Fundochamba Loja liegt im zentralen Teil des Bezirks Quilanga im Südosten des Landes. Der Kaffee wächst in 1.900 m Höhe über dem Meeresspiegel. In einem Nassernteprozess werden die Kaffeebohnen entpulpt und anschließend sonnengetrocknet. Das Ergebnis: exzellente Qualitätskaffeebohnen. Nach dieser Einführung ging es ans Probieren. Die dampfende Tasse gab einen ganz anderen Duft wider, als der Vorgänger. Es roch nach Gewürzen, leicht blumig. Nachdem ich den Löffel durch die Kruste gebrochen hatte und ihn langsam durch das Getränk drehte, schnupperte ich wieder an der Rückseite des Löffels. Fruchtig-würzige Noten stiegen verstärkt auf. Schlürfen. Ich nahm einen leicht rauchigen, schokoladigen Geschmack mit einer leichten Kirschnote auf. Mittlere Säure, mittlerer Körper würde ich sagen. Ein tolles Genusserlebnis. Meine Gesamtbewertungsnote: 5 (sehr gut)!

3. Äthiopien. Yirgacheffe.

Äthiopien. Yirgacheffe. Die beste Qualität aus dem Ursprungsland des Arabica-Kaffees

Äthiopien. Yirgacheffe. Die beste Qualität aus dem Ursprungsland des Arabica-Kaffees

Von Südamerika ging es rüber nach Afrika. In das Ursprungsland des Arabica-Kaffees. Äthiopien. Vorgestellt wurde ein Yirgacheffe, der als beste Qualität Äthiopiens gilt. Bei diesem exzellenten Kaffee handelt es sich um einen gewaschenen Kaffee aus dem äthiopischen Hochland. Anbauhöhe: 2.000 m über dem Meeresspiegel. Boden: Karstgebirge. Varietät: Arabica Hybride. Qualität: Grad 1, Röstgrad: mittel.
Beim Cupping zeichnet er sich durch herbe Fruchtaromen (Bergamotte, wie Earl Grey Tee), einen vollen Körper und einen kräftigen Mokkageschmack aus. Wer es elegant-kräftig mag: ein perfekter Kaffeegenuss. Meine Bewertung: sehr gut (5).

4. Indien. Malabar Monsooned.

Ein sehr spezieller Spezialitätenkaffee: der India Monsooned Malabar

Ein "spezieller" Spezialitätenkaffee: der India Monsooned Malabar

Schlussendlich befanden wir uns in Asien. Genauer gesagt in Indien. Die Malabarküste befindet sich im Südosten des Landes. Was bedeutet Monsooned? Antwort: Früher dauerte der Transport per Segelschiff nach Europa mehrere Monate, wobei sich der Geschmack des Kaffees durch die Monsoonwinde und den Monsoonregen stark veränderte. Dies wird heute durch eine spezielle Aufbereitung erreicht, das sogenannte „Monsooning“. Angebaut wird die Arabica-Varietät, AA-Qualität auf mineralischem Lehmboden. Hell geröstet.
Nach dem Servieren der frisch aufgebrühten Tasse kommen mir leicht exotische Gewürztöne, aber auch eine leicht muffige Note entgegen. Typisch für diese Spezialität, sagt Rehorik. Im Geschmack erlebe ich einen weichen, sehr säurearmen, leicht erdigen Geschmack. Nichts für mich. Dieser Kaffee soll auch gut für Kaffeemischungen sein, erwähnt der Präsentator. Dem würde ich sofort zustimmen, denn im Sologeschmack ist er doch sehr speziell. Meine persönliche Bewertungsnote: nicht mein Geschmack.

»Ich habe fertig«. Eine kleine Cuppingreise durch drei Kontinente.

»Ich habe fertig«. Eine kleine feine Cuppingreise mit Plantagenkaffees durch drei Kontinente.

Mein Fazit: Es lohnt sich, in kleinen feinen handwerklich ausgerichteten Kaffeeröstereien vor Ort, auf die Suche nach guten Spezialitätenkaffees zu gehen. Sich beraten zu lassen. Mutig zu sein und auszuprobieren. Die Vielfalt und die Unterschiedlichkeit der verschiedenen Terroirs kennenzulernen. Man glaubt gar nicht, wie unterschiedlich Kaffee schmecken kann. Natürlich pur. Das Cupping mit Heiko Rehorik auf der barzone war auf jeden Fall einen Besuch wert! Gute Präsentation.
Und die Messe selbst mit ihrem exzellenten Begleitprogramm gab sicherlich vielen Fachbesuchern neue interessante Anregungen und Motivation für die praktische Arbeit. Hier kommt man gerne wieder.

© 2010 by Axel R. Bollmann

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